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Jahresberichte 2006-2009

hcinternational.de
Seit der offiziellen Eintragung der Organisation beim Amtsgericht in Marburg Ende 2006 gibt es vieles zu berichten.

Die Organisation wurde im Oktober 2006 in Marburg registriert, im gleichen Jahr als wir schon für 3 Kinder Schulgebühren zahlten. Diese 3 haben bereits ihre High School abgeschlossen. Eine davon arbeitet nun als Erzieherin in einem privaten Kindergarten und hofft, dass sie nächstes Jahr am College anfangen kann zu studieren, um Grundschullehrerin zu werden.

2007


Anfang 2007 bekamen wir 3 weitere Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Ein Mädchen (Esther Wanjiru) die Älteste von 6 Waisenkindern nahm an einem Kurs in Büroverwaltung und Rezeption teil. Das andere Mädchen (Elizabeth Mutinda) absolvierte einen Sekretariats-Lehrgang und der Junge (Laban Maina) einen Elektroschweißer-Lehrgang. Im August 2007 organisierte HCI e.V. zwei Konferenzen für Leiter in Nakuru und Nyahururu. Über die Jahre hat sich die Kirche in Kenia so stark entwickelt, dass die Notwendigkeit für geschulte Leiter sehr groß ist. In der Konferenz ging es aber nicht nur um das Wachsen in der Gemeindeleitung sondern einen Schritt weiter. Die Gemeinde wurde sensibilisiert für ihre Rolle in der Gesellschaft – wo die Evangelisation bereits durchgeführt wurde. Die Gesellschaft ist voller Menschen die in Armut leben und sehr vielen Waisen sowie Obdachlosen. Die Hauptfrage
war: Wie sollte die Kirche und die Gemeindeleitung des 21. Jahrhunderts in Kenia aussehen? Die Konferenzen waren gut besucht.

Im gleichen August 2007 führte HCI e.V. in Kooperation mit Diguna Mission ein offenes Jugendcamp für die Straßenkinder durch. Das Camp zog 85 Kinder an – die meisten darunter kamen von den Slums von Kibera, Nakuru und Mombasa. Im Dezember des gleichen Jahres finanzierte HCI e.V. ein weiteres Camp für dieselben Kinder mit, diesmal waren es 120. 30 dieser Kinder kamen aus Nakuru wo die Afrikanische Inlandskirche ein Rettungsprogramm für Straßenkinder gestartet hat. Im selben Dezember half HCI e.V. dabei mit, ein Heim das sich im Bau befand, fertigzustellen. Aus finanziellen Gründen konnte der Gemeinderat der Afrikanischen Inlandskirche in Nakuru den Bau nicht alleine beenden. Ein Teil des Hauses war dafür gedacht, 25 Straßenjungen und die anderen 25 jungen Mädchen zu beherbergen. Das Haus der Jungen war bereits fertig, als wir mit der Konstruktion begannen um dabei zu helfen den Seitenflügel des Mädchenhauses fertigzustellen.

2008


Anfang Januar 2008 war das Jungenhaus bereits mit 25 Jungen besetzt und die Aufnahme der Mädchen bereits im Gange. Alle Kinder kamen von der naheliegenden Mülldeponie. Vor dem Einzug der Mädchen wurde bei HCI e.V. angefragt, ob wir nach Sponsoren für die Kinder suchen könnten. Es wurde dann vereinbart, dass wenn die Gemeinde sich um die Jungen kümmern würde, dann würde HCI e.V. die Verantwortung übernehmen und nach Patenschaften für die Mädchen suchen. Im Januar 2008 begann HCI e.V. Patenschaftsgelder zu erhalten, für einzelne Mädchen die meistens von der Mülldeponie aus Nakuru kamen.

Krisenhilfe


Im gleichen Januar nach der Wahlkrise die im Dezember 2007 stattfand, startete HCI e.V. eine Spendensammlung für die Obdachlosen und die landesintern vertriebenen Personen. HCI e.V. kümmerte sich um 3 Camps mit 1.300, 700 und 650 Familien. HCI e.V. hat selbst Essen und Decken für die Bedürftigen gekauft. Zusammen mit dem Scott Theologie College und dessen Studenten wurden Kirchen in Teilen Kenias die nicht von der Krise betroffen waren, gebeten, zu spenden wie viel auch immer sie können, um diesen bedürftigen Familien in den Camps helfen zu können. Im Februar 2008 verteilten James und ein Team der College Studenten die Spenden. Im April gab HCI e.V. den vertriebenen Familien noch mehr Essen und kaufte und verteilte Maissamen und Dünger an die Landwirte deren Gesamternte vernichtet war. HCI e.V. gab das Geld auch für deren Land Bearbeitung.
HCI e.V. organisierte in Zusammenarbeit mit Diguna ein weiteres Camp, diesmal mit 150 Kindern aus allen Gegenden Kenias. Zur gleichen Zeit steuert HCI e.V. Geld dazu bei um Samen und Dünger zu kaufen und das Feld am Girl’s Rescue Center einzuzäunen und um zu graben. Ende April hatten wir 16 Mädchen am Center, doch die meisten hatten keine Pateneltern/Sponsoren. Ein anderes College Kind erhielt einen Sponsoren sodass sie ihre GastronomieAusbildung beginnen konnte. Gott sei Dank machte sie diesen März 2009 erfolgreich ihren Abschluss und erhielt einen Job in einem der größten Hotels in Nairobi.

Kinder- und Jugendcamp


Im August 2008 finanzierte HCI e.V. zusammen mit Diguna wieder ein Camp das diesmal 150 Kinder hatte. Eine weitere Konferenz für Leiter wurde organisiert die alleinig durch HCI e.V. gesponsert wurde. Diese Konferenz erhielt mit 350 Pastoren und Leitern aus verschiedenen Diensten und Konfessionen, die größte Teilnehmeranzahl. Im Dezember 2008 hatten alle 10 Mädchen vom Rescue Center Sponsoren und 3 weitere Kinder außerhalb Nakuru wurden auch finanziell unterstützt. Das Rescue Center wurde von 2 Krankenschwestern aus Deutschland besucht, deren Gegenwart eine großartige medizinische Hilfe war. Im Dezember co-organisierte HCI e.V. ein weiteres Jugendcamp mit 250 Kindern. Es war der Höhepunkt aller vorherigen Camps weil es die größte Anzahl Jugendlicher anzog. Im Dezember 2008 hatten die Mädchen: 1) einen Nachtwächter, 2) Heimeltern und 3) einen Koch. Die Leiter des Centers bestand aus 9 Frauen die aus der Nakuru Region „Women’s Fellowship“ kamen.

2009


Im Januar und Februar 2009 brach eine Gang von Dieben von der Mülldeponie in das Rescue Center ein. Aus diesem Grund half HCI e.V. dabei, eine Alarmanlage zu installieren, die mit einer Sicherheitsfirma verbunden ist, sodass in so einem Falle dieses Team alarmiert wird zu kommen um dem Nachtwächter Verstärkung zu geben.

Bis April 2009 hatten alle Mädchen bis auf eines einen Sponsor im Rescue Center. Im April 2009 besuchte ein Team aus Deutschland das Rescue Center und half auf verschiedene Weise. Eines der Teammitglieder ist die Patentante eines dieser Mädchen. HCI e.V. organisierte in Zusammenarbeit mit Diguna ein weiteres Camp an dem 90 Kinder teilnahmen. Im gleichen Monat entwarf HCI e.V. zusammen mit der Afrikanischen Inlandskirche in Nakuru ein Memorandum als Einigung und Vertrag über die Zusammenarbeit um Missverständnisse bezüglich des Verantwortungsbereichs zu vermeiden.

Koordination vor Ort

Moses Migwi stimmte auf Anfrage des Vorsitzenden von HCI e.V. zu, die Arbeit in Kenia auf freiwilliger Basis zu koordinieren. Der Fortschritt der Arbeit war riesig/enorm und die Unterstützung der Projekte geht weiter. Wir haben 16 Mädchen im Rescue Center, zwei weitere Mädchen außerhalb des Centers und zwei Jungen die auch außerhalb des Centers sind und die momentan von Freunden und Mitgliedern von HCI e.V. unterstützt werden. Wir hatten riesige Jugendcamps an denen viele hoffnungslose und obdachlose Kinder teilnahmen. Wir haben gesehen, wie Leben sich geändert haben und wir haben damit begonnen 2 Mikro-Kredit-Vorgänge an zwei Frauen im Slum zu vergeben. Wir haben sehr vielen Menschen in der Zeit großer Verzweiflung und Not geholfen. Wir haben zweimal in den 2 schlimmsten Gefängnissen in Kenia geholfen in dem wir ihnen Hygieneartikel gebracht haben. Wir halfen den Kirchen eine Vision zu bekommen vom ganzheitlichen Leben ihrer Mitglieder und denjenigen in ihrer Gesellschaft um sie herum. Wir gaben vielen Familien Hoffnung. Wir haben noch nicht bearbeitete Anfragen von Menschen die Kinder in Kenia unterstützen möchten und in nächster Zeit wird das fortgesetzt. Gottes Treue war unsere Freude. Wir können uns nur daran freuen an dem was wir so weit erreicht haben.

James Karanja, Chairperson