Beitrag von Owen (Team Kenia)
Vom 07.04. bis 12.04.2026 fand wieder ein Bibelcamp im Center statt. Der inhaltliche Fokus lag auf Genesis 37-45.
„Fühlen sich deine Träume manchmal schwer an und fühlen sie sich wie eine Last für andere Menschen an?“
Als wir während des diesjährigen Bibelcamps die Geschichte von Josef und seinen Brüdern erkundeten, bildete diese oben gestellte Frage die Grundlage dafür, den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich selbst zu reflektieren, sich intensiv mit Fragen zu ihrer Zukunft auseinanderzusetzen und die Bibel als Anker zu nutzen, der ihnen bei der Verwirklichung ihrer Träume helfen kann.
Die Leitenden des Programms hatten einen sorgfältig geplanten Tag für die Teilnehmenden bei HCI vorbereitet. Der Tag begann um 8 Uhr morgens mit Frühstück und strahlenden Gesichtern, gefolgt von viel Austausch in den verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Gruppenarbeiten boten eine großartige Grundlage für die Interaktion zwischen den Kindern und den Betreuenden, wobei erste Verbindungen entstanden. Natürlich fallen in einem solchen Camp auch Haushaltsaufgaben an, die beispielsweise von einer Spülcrew übernommen wurden, sodass jede Person ihren Beitrag zur Gemeinschaft leisten konnte.

Um 10 Uhr begannen die Kleingruppen mit einer Reflexion über Josefs Geschichte. Es wurden praktische Fragen gestellt und die Kinder gaben spontane Antworten darauf, was sie tun würden, wenn sie an Josefs Stelle wären. Die Betreuenden nutzen Josefs Lebensweg als Beispiel: Ein Weg mit Hindernisse, die den persönlichen Träumen eines Menschen im Weg stehen und seinen Erfolg beeinflussen können. Gegen 13 Uhr gab es Mittagessen und viel Lachen. Während des Essens wurden die kreativen Aktionen des Camps vorgestellt, und die Kinder durften aus einem breiten Angebot wählen, das von Löten über Tanzen, Singen, 3D-Druck und Perlenhandarbeit bis hin zum Briefeschreiben und vielem mehr reichte. Die Betreuenden des Camps begleiteten die jeweiligen Angebote.


In diesen Workshops wurden Träume gefördert, Optionen geschaffen, Fähigkeiten erlernt, Möglichkeiten ausgelotet und den Kindern Hoffnung geschenkt – Hoffnung und der Glaube daran, dass sie fähig sind ihr Leben selbstbestimmt zu strukturieren. Es folgte der Abschluss mit Tee, Abendessen und eine gemeinsame Andacht.
Diese wenigen Tage des Camps waren beeindruckend, inspirierend und unvergesslich. Die Veränderungen waren offensichtlich, denn die Kinder und Jugendlichen zeigten schnell mehr Selbstvertrauen und mehr Entschlossenheit, ihre Grenzen zu überwinden und zu träumen. Die Brüder von Josef haben nie bemerkt, dass Josef sie als Sterne bezeichnete; wir haben gelernt, dass es unsere Verantwortung als Brüder und Schwestern ist, die Träume der anderen bei Home Care International zu unterstützen, also: LASST UNS TRÄUMEN!


